

FISCHERINSEL
Der Entwurf ist ein städtebaulicher Ansatz für die Fischerinsel, in dem fünf unterschiedlich hohe Kreuzbauten reihenartig die Insel dominieren. Durch ihre Anordnung bilden sie zusammen mit den Bestandsgebäuden neue Plätze. Alle Bauten sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut. So finden sich wie bei den Bestandsbauten im Erdgeschoss jeden Kreuzbaues Nutzungen für die Öffentlichkeit. U.a. werden die Nutzungen der abgerissenen H-Bauten wieder aufgenommen, auch die Thematik eines Platzes des Zusammenkommen wie das Ahornblatt wird wieder aufgegriffen. Zusätzlich gibt es im obersten Geschoss ein Pendant zum Erdgeschoss. Mit einem Blick über die Fischerinsel sollen die Bewohner in diesen Räumlichkeiten ebenfalls zusammentreffen können. Es gibt drei verschiedene Wohnungstypen für eine Vielfalt an Beawohnern. So gibt es Wohnungen für Singles, Paare oder Familien. Neben den Wohnungen im Regelgeschoss gibt es Maisonettewohnungen mit einem kleinen Stadtgarten mit Ausblick.

Das Haus des Rudervereins teilt sich in zwei Bereiche. Auf der Wasserebene befindet sich die Bootshalle mit Steg. Dieser ist in der Flucht der Bootshalle orientiert, sodass beim Auslassen der Boote aus der Halle kein Wenden nˆtig ist. Im oberen Teil des Ruderhauses ist der Fitnessbereich mit Sauna, entsprechenden dienenden Räumen und einem Büro für den Vorstand des Vereins. Der Fitnessraum ist im „Bug“ des Gebäudes und bietet über die gesamte Front einen Blick auf das Wasser. Der Eingangsbereich des Ruderhauses ist als Ausstellungsfläche für den Verein gedacht. Hier können sowohl historische Ereignisse und sportliche Erfolge, als auch aktuelle Begebenheiten des Vereins entsprechend ausgestellt werden. Durch die Fassadenöffnung an der gesamten Traufseite des Hauses wird eine sehr gute Kommunikation mit den Besuchern des Campus ermöglicht.


Gegenüber des Eingangs des Ruderhauses liegt der separate Zugang zum Clubraum des Vereins. Dieser ist räumlich und funktional an den Gastraum des Hauptgebäudes angeschlossen, aber durch Trennwände von diesem abgrenzbar. Die Lage des Hauses parallel zum Ufer hat den Vorteil, jedem Gast einen weitläufigen Blick auf das Wasser anzubieten. Quer zum Haupthaus an der Westseite liegen neben zwei barrierefreien Wohnungen im vorderen Bereich noch die dienenden Räume des Gasthauses. Hier befinden sich räumlich vom Besucherverkehr getrennte interne Räume wie Umkleide, Personal, Backoffice und ein Anlieferungsbereich. Im oberen Geschoss des Haupthauses platzieren sich alle weiteren Gastzimmer mit Loggia. Als besonderes Detail ist in der Loggia eine tiefe Laibung geplant, welche durch ein Sitzbrett zusätzliche Aufenthaltsqualität bietet.

